Ausstellung: 450 Jahre Jahn-Gymnasium Greifswald
(Veranstaltungen Ausstellungen Greifswald)
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(Greifswald) 1561 wurde in Greifswald die erste Schule unter der Leitung des Rates der Stadt, die schola senatoria, gegründet. Das 450-jährige Jubiläum dieser Ratsschule wurde am heutigen Greifswalder Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasium in einer Festwoche im April ausgiebig gefeiert. Aus diesem Anlass entstand auch eine Ausstellung zur Geschichte der Schule, die noch einmal vom 1. bis zum 30. September 2011 in der Stadtbibliothek in der Knopfstraße gezeigt wird.
Die Ausstellung zeichnet die wechselvolle Historie der schola senatoria von ihren Anfängen als Schule des Klosters Eldena bis hin zu den zahlreichen Umgestaltungen des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums in der jüngsten Vergangenheit anschaulich nach. Schautafeln mit Texten und Fotos geben einen informativen Überblick über fünf Jahrhunderte der Schulgeschichte, Vitrinen mit Leihgaben und Fundstücken vermitteln lebendige Eindrücke aus der Vergangenheit. Ein Begleitheft zur Ausstellung oder eine umfangreiche Festschrift zum 450-jährigen Bestehen sind immer noch über das Schulsekretariat (Tel. 7920) erhältlich.
Deutlich wird, wie eng die Geschichte der Schule mit der gesamten Entwicklung Greifswalds verknüpft ist. Die verschiedenen Schulbauten vom einstigen Franziskanerkloster in der Mühlenstraße bis zu den beiden heutigen Häusern des Jahngymnasiums in den Wallanlagen prägen immer noch nachdrücklich das Stadtbild. Deutlich wird auch, dass Probleme wie demographischer Wandel, Sanierungsstau, Schulreform und Schulfusionen auch schon unsere Vorfahren beschäftigten. Das antike Motto über der Tür des Gymnasiums salus scholae salus civitatis („Das Wohl der Schule ist das Wohl der Gesellschaft“) erweist sich als zeitlos aktuell.
In den vergangenen Jahren hat die Stadt Greifswald insgesamt rund 8,5 Mio. Euro in die Modernisierung des Friedrich-Ludwig-Jahn-Gymnasiums investiert, rechtzeitig zum Jubiläum konnte das vorbildlich sanierte Haus II der ehemaligen Bebelschule wieder in Betrieb genommen werden. Die Ausstellung in der Stadtbibliothek ermöglicht noch einmal möglichst vielen Bürgern zu sehen, wohin ihre Steuergelder eigentlich geflossen sind und lädt ein zur Identifikation mit der traditionsreichsten Schule unserer Stadt.
Text: J. Zimmermann
Datum: 01.09.2011
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