Behrenhoff: Dorfkirche und Ortsgeschichte
Unterkünfte in Behrenhoff
Behrenhoff erzählt seine Geschichte durch sein Ortsbild, die Dorfkirche und das ehemalige Herrenhaus. Die Landarbeiterwohnhäuser prägen das Bild des Ortes bis heute; die Kirche verbindet mittelalterliche Backsteinarchitektur mit Wandmalereien. Behrenhoff liegt 12 km südlich der Universitätsstadt Greifswald. Wer sich für Baugeschichte und historische Ortsgeschichten interessiert, findet hier mehrere unterschiedliche Anknüpfungspunkte.
Landarbeiterwohnhäuser prägen das Ortsbild
Die eindrucksvollen Landarbeiterwohnhäuser wurden in den 1860er Jahren von Graf Carl Felix Woldemar von Behr und in den 1920er Jahren von Graf Carl Friedrich Felix von Behr errichtet. Zwei Bauphasen und zwei Bauherren gehören damit zur Geschichte dieser Häuser. Dass sie das Ortsbild bis heute prägen, verbindet ihre Entstehungsgeschichte mit dem heutigen Charakter Behrenhoffs. Für die Beschäftigung mit dem Ort ist das ein eigener Zugang neben der Kirchenarchitektur: Hier stehen die Wohnhäuser und ihre fortdauernde Wirkung im Ortsbild im Mittelpunkt.
Backsteingotik und mittelalterliche Malereien
Die Dorfkirche Behrenhoff wurde zwischen dem späten 13. Jahrhundert und 1415 erbaut und ist ein Beispiel norddeutscher Backsteingotik. Ursprünglich war sie eine dreischiffige, dreijochige Backsteinbasilika mit Strebepfeilern. Im Mittelschiff besitzt sie ein achtteiliges Rippengewölbe mit ornamentalen Malereien aus der ersten Hälfte des 14. Jahrhunderts. Hinzu kommen mittelalterliche Wandmalereien im Chor, die 1897 freigelegt wurden. Bauform, Gewölbe und Malereien setzen jeweils eigene Akzente. So lässt sich die Geschichte der Kirche nicht nur über ihre Datierung, sondern auch über die unterschiedlichen architektonischen und malerischen Details einordnen.
Das verschwundene Herrenhaus und seine Geschichte
Das Herrenhaus Behrenhoff existiert nicht mehr. Nach einem Brand in der Nacht vom 8. auf den 9. Mai 1945 wurde es abgerissen. Dennoch gehört seine Geschichte zu den wichtigen Ortsgeschichten Behrenhoffs. Während der Zeit des Nationalsozialismus fanden unter Mechthild Gräfin Behr im Herrenhaus Vorlesungen des evangelischen Theologen und Widerstandskämpfers gegen den nationalsozialistischen Terror Dietrich Bonhoeffer statt. Ab 1942 diente das Gebäude außerdem zur Auslagerung von Kunst- und Kulturgut der Kirche St. Marien in Greifswald. Die Vorlesungen und die Auslagerung des Kulturguts zeigen unterschiedliche historische Nutzungen des Hauses; der Brand und der anschließende Abriss markieren sein Ende.
Behrenhoff im übergeordneten Reiseziel Vorpommern-Greifswald
Auch über Behrenhoff hinaus bietet das übergeordnete Reiseziel Vorpommern-Greifswald kulturgeschichtliche Themen. Im Pommerschen Landesmuseum in Greifswald wird der Croy-Teppich von 1554 gezeigt, ein einzigartiges kulturhistorisches Zeugnis aus der Zeit der Reformation. Das setzt einen anderen Akzent als die Ortsgeschichte Behrenhoffs: Hier prägen Dorfkirche, Landarbeiterwohnhäuser und das nicht mehr existierende Herrenhaus die Themen; im Museum steht ein einzelnes Zeugnis aus der Reformationszeit im Mittelpunkt. Die Unterscheidung kann helfen, Interessen für einen Aufenthalt zu ordnen, ohne regionale Angebote mit örtlichen Sehenswürdigkeiten gleichzusetzen.
Den Aufenthalt nach den eigenen Interessen ausrichten
Die Entfernung von 12 km südlich der Universitätsstadt Greifswald ordnet Behrenhoff räumlich ein. Die konkreten Themen vor Ort liegen jedoch vor allem in der Bau- und Ortsgeschichte. So können Sie Ihre Suche an den Interessen ausrichten, die Ihren Aufenthalt prägen sollen.
Weitere Ortsseiten
Weitere Orte für Ihre Orientierung: Diedrichshagen, Neuenkirchen, Hinrichshagen, Wackerow, Dersekow, Dargelin, Levenhagen, Mesekenhagen.
Zur übergeordneten Reiseübersicht: Amt Landhagen.