War der reale Sozialismus als Praxis kommunistischer Ideologie ein Verbrechen?
Oder eine soziale Vision, die nur schlecht umgesetzt wurde?
Noch 20 Jahre nach dem Ende des größten gesellschaftlichen Experiments der Geschichte eskalieren diese beiden Extremstandpunkte in einen öffentlichen Glaubenskrieg.
Auch Wissenschaftler flüchten sich bei den bislang eher dürftigen Erklärungsversuchen in Allgemeinplätze wie „Unrechtsstaat“ oder versuchen selbst zunächst die notwendigen Fragen zu formulieren.
Autor Rainer Höll stellt sich in seiner essayistischen Schrift folgenden Fragen: Wie und warum ist die Idee des Kommunismus entstanden? Welche Ziele, wessen Interessen verfolgte dieser? War er eine weltfremde, gar verbrecherische Vision? Warum konnte in vielen Ländern die Umsetzung begonnen werden und jahrzehntelang existieren? Entsprach der reale Sozialismus den ursprünglichen Zielen des Kommunismus? Was ist entscheidend für die Beurteilung, ist es das Ziel oder sind es die Herrschaftsmethoden? Konnte also der Zweck die Mittel heiligen? War der Zweck wirklich heilig oder waren die Mittel ein Selbstzweck?
Mit vielen interessanten Thesen füllt der Autor die Lücke einer bisher fehlenden integrierenden Position, die von der Entstehungsgeschichte des realen Sozialismus ausgeht, ihm positive Impulse auf die Menschheit ebenso zugesteht wie sie die Notwendigkeit seines Scheiterns anerkennt.
Ihm gelingt durch genaue Kenntnis des Systems der Spagat, den realen Sozialismus in das Neandertal der Geschichte zu argumentieren, ohne dessen Anhänger ihrer persönlichen Würde zu berauben - ein Beitrag zur Versachlichung der Diskussion.
Rainer Höll
Von der sozialen Vision zum Verbrechen
Das Neandertal des realen Sozialismus
Broschur, 98 Seiten
€ 13,90
ISBN 978-3-86858-131-7
Shaker Media 2008
Das Buch erhalten Sie versandkostenfrei bei:
nordlicht verlag
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17449 Karlshagen
T (03 83 71) 55 44 3
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News
09.05.2012
Hochschulinformationstage 2012 an Universität Greifswald
(Greifswald) Bereits zum 19. Mal veranstaltet die Universität Greifswald die Hochschulinformationstage für angehende Studenten. Warum haben ausgerechnet Übersetzer viele falsche Freunde? Warum ist es für Mediziner lohnenswert, die ganze Bevölkerung eines Landstrichs als Patient zu betrachten? Antworten auf diese und viele weitere Fragen gibt es während der Hochschulinformationstage vom 10. bis zum 12. Mai 2012 an der Ernst-Moritz-Arndt-Universität Greifswald. Für Studieninteressierte und ihre Eltern werden die Hörsaaltüren weit geöffnet, um einen Einblicke in Forschung und Lehre zu gewähren.
09.05.2012
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