Greifswalder Theologe als Vertreter bei der 8. Weltkonferenz Unierter Kirchen

Dem Greifswalder Theologen Prof. Dr. Heinrich Assel ist eine besondere Ehre zuteil geworden. Der Greifswalder Theologe vertritt als einziger deutscher „Botschafter“ bei der 8. Weltkonferenz Unierter Kirchen die Union Evangelischer Kirchen in Südafrika.

(Greifswald) Das Präsidium der Union Evangelischer Kirchen entschied vor kurzem, den Lehrstuhlinhaber für Systematische Theologie an der Universität Greifswald zur 8. Weltkonferenz Unierter Kirchen (Vereinigung der Lutherischen und Reformierten Kirche) Ende Oktober bis Anfang November 2008 in Johannesburg (Südafrika) zu entsenden. Er spricht damit als einziger Vertreter des deutschen Protestantismus auf der nur alle sechs Jahre stattfindenden Konferenz, die vom Ökumenischen Rat der Kirchen veranstaltet wird. Der im Herbst 2008 stattfindenden Tagung wird für den Fortschritt und der Weiterentwicklung der Ökumene eine große Bedeutung beigemessen.

Auf Kirchentagen und anderen Großereignissen wird versucht, die grundsätzliche Einheit der Kirche zu leben. Darüber hinaus laufen seit vielen Jahren Gespräche, bei denen internationale Fachleute aus Kirchen und wissenschaftlicher Theologie Modelle zur theologischen, praktischen und rechtlichen Realisierung von Ökumene (Beziehungen zwischen christlichen Kirchen, kirchlichen Institutionen und Gruppierungen unterschiedlicher Konfessionen) erörtern. So konnte zum Beispiel in Deutschland 2003 nach Jahrzehnten der Vorarbeit die Union Evangelischer Kirchen innerhalb der Evangelischen Kirche in Deutschland gegründet werden, mit der die volle Gemeinschaft von Kirchen aus den verschiedenen Strömungen der Reformation (insbesondere Lutheraner und Reformierte) auf eine rechtlich abgesicherte Basis gestellt wird. Diese Union umfasst dreizehn evangelische Landeskirchen, auf der nahezu aller Bundesländer vom Bodensee bis zum Greifswalder Bodden vertreten sind.

Der 1961 in Burgbernheim geborene Theologe Heinrich Assel wechselte zum Wintersemester 2006 von der Universität Koblenz-Landau an die Universität Greifswald. Sein Lehrstuhl umfasst die Religionsphilosophie, Ethik, Glaubenslehre und Theologiegeschichte. Prof. Heinrich Assel beschäftigt sich wissenschaftlich intensiv mit der jüdischen Geistesgeschichte. Der gebürtige Bayer ist in zahlreichen wissenschaftsorganisatorischen Funktionen tätig, unter anderem seit 2001 als Vorsitzender des Klinischen Ethik-Komitees des Stiftungsklinikums Mittelrhein, als Herausgeber der Zeitschrift der Gesellschaft für Evangelische Theologie „Verkündigung & Forschung“ sowie als Mitglied des Theologischen Ausschusses der Kirchenunion.

Text: Universität Greifswald/Steinke


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